Mercedes-Benz Mercedes Benz 230 SL (W113) - 1964
€ 89.000
Finanzierungsmöglichkeiten
Beschreibung
Gebaut 1964 und in Deutschland zugelassen. Importiert nach Italien im Jahr 2000. Seitdem wurden über 60.000 € in reguläre und außerordentliche Wartungsarbeiten investiert, die größtenteils durch offizielle Mercedes-Rechnungen belegt sind.
Aktuell in Italien zugelassen, verfügt das Fahrzeug über eine CRS ASI-Bescheinigung vom 2025.
Sämtliche originalen Mercedes-Handbücher für dieses Fahrzeug, inklusive Serviceheft und Bedienungsanleitung, sind äußerst selten und verfügbar.
Karosserie, Mechanik und Polsterung befinden sich in einem exzellenten Gesamtzustand. Ein Hardtop ist auf Anfrage erhältlich.
Modellgeschichte und Kuriositäten
Der Mercedes-Benz 230 SL (Baureihe W113), der im März 1963 auf dem Genfer Autosalon vorgestellt und von 1963 bis 1967 produziert wurde (wobei 1964 das erste volle Verkaufsjahr war), ist unter dem Spitznamen „Pagode“ bekannt. Diese Bezeichnung leitet sich von der konkaven Form des abnehmbaren Hardtops ab, das von dem Designer Paul Bracq und dem Ingenieur Béla Barényi entworfen wurde.
Die nach innen gewölbte Form des Hardtops war nicht nur eine stilistische Entscheidung, sondern bot auch praktische Vorteile: Sie verbesserte die strukturelle Steifigkeit, vergrößerte die Kopffreiheit und gewährleistete dank schlanker Säulen und großzügiger Verglasung eine hervorragende Rundumsicht.
Der 230 SL wird von einem 2,3-Liter-Reihensechszylindermotor (M127.II) mit mechanischer Bosch-Einspritzung angetrieben, der 150 PS leistet und das Fahrzeug auf eine Höchstgeschwindigkeit von rund 200 km/h beschleunigt.
Er war der erste Sportwagen, der mit einer Sicherheitskarosserie mit definierter Knautschzone (stabile Fahrgastzelle sowie stoßabsorbierende Front- und Heckbereiche) konstruiert und serienmäßig mit Scheibenbremsen an der Vorderachse ausgestattet wurde.
Der 230 SL löste gleichzeitig den legendären 300 SL „Flügeltürer“ und den erschwinglicheren 190 SL ab. Mercedes-Benz gelang es, Sportlichkeit mit hohem Fahrkomfort für den Alltag zu verbinden und damit das moderne Konzept eines luxuriösen Gran-Turismo-Roadsters zu definieren. Zudem stellte das Modell 1963 seine Robustheit unter Beweis, als Eugen Böhringer damit die extrem anspruchsvolle Rallye Spa-Sofia-Lüttich gewann.
Das Fahrzeug war in vier Hauptkonfigurationen erhältlich: als Roadster (nur Stoffverdeck), als Roadster mit Hardtop (beide Dächer), als Coupé (nur festes Hardtop, ohne Stoffverdeck) sowie in der seltenen Version „California Roadster“ (mit klappbarer Rücksitzbank anstelle des Verdeckkastens). Neben dem serienmäßigen 4-Gang-Schaltgetriebe stand optional eine 4-Gang-Automatik zur Wahl; 1966 wurde zudem ein seltenes ZF-5-Gang-Schaltgetriebe eingeführt.
Der Innenraum war bis ins kleinste Detail auf Sicherheit ausgelegt: gepolstertes Armaturenbrett ohne scharfe Kanten, Lenkrad mit Pralltopf sowie ein Multifunktionshebel für die Blinker.
Die Modelle der ersten Serie (1963–1964) sind bei Sammlern besonders begehrt, da sie den ursprünglichen Entwurf in seiner reinsten Form widerspiegeln – etwa durch die hinteren Trommelbremsen und den zeitgenössischen Innenraum mit zahlreichen verchromten Metalldetails.
Galerie
Technische Daten
Optional
Verkaufsbedingungen
Kfz-Praktiken
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